Bambus statt Kokain!
Ziel: Seriöse Lebensgrundlage für eine friedliche Zukunft
- Legal statt kriminell!
- Stark statt abhängig!
- Global integriert statt separiert!
- Selbstbestimmt statt prostituiert!
Kolumbien und insbesondere Cali haben einen zweifelhaften Ruf als Metropolen des Drogenumschlags, insbesondere im Kokainhandel.
In den schwer erreichbaren Gebirgslagen und Wäldern Kolumbiens (nahezu 70 % Kolumbiens ist vorwiegend unerschlossenes Gebirge) sind im Laufe der letzten Jahrzehnte große Anbauflächen für Drogen entstanden. Die Landbevölkerung und ursprünglichen Eigner dieser Ländereien wurden verjagt oder zum Kokaanbau gezwungen. Das Kokain wird in die ganze Welt verkauft. Damit erwirtschaften die Drogenkartelle große Mengen Geld, die in Waffen und mafiose Machtstrukturen investiert werden.
Hier liegt die Grundlage für die seit über zwei Generationen anhaltenden bürgerkriegsartigen Zustände in Kolumbien und teilweise für die große Schere zwischen Arm und Reich in diesem Land. Über 3 Millionen Menschen sind in Kolumbien vor diesen bürgerkriegsartigen Zuständen ständig auf der Flucht.
Montebello zum Beispiel – dem Ort unseres ersten großen Bildungsprojektes – ist als eine Siedlung von Flüchtlingen am Rande der vermeintlich sichereren Großstadt Cali entstanden. Über 28.000 Menschen haben sich in den letzten Jahren hier auf der Suche nach einer neuen Heimat angesiedelt, und es werden immer mehr. Diese Menschen haben ihre Heimat, ihre Identität, ihre Zugehörigkeit, ihre Kultur und oft auch ihre Angehörigen verloren. In der Regel beinhaltet Flucht den Verlust der „staatlichen Registrierung“. Die Flüchtlinge haben keinen Pass, sind nirgends gemeldet, es gibt sie offiziell gar nicht. Sie haben kein Wahlrecht, für sie werden keine Schulen gebaut und keine Stadtviertel erschlossen. Als Flüchtling ist ein Zugang zu Bildung und Kapital nahezu unmöglich. Der Teufelskreis von Armut, Prostitution, Kriminalität und Drogenabhängigkeit beginnt genau hier.
Der kolumbianische Bambus Guadua wächst und gedeiht unter den gleichen Lebensbedingungen wie die Kokapflanze. Die Schule fürs Leben sieht in der Förderung des Guadua-Anbaus eine wirksame Maßnahme zur Friedensstiftung:
Menschen mit der Möglichkeit eines rechtschaffenen Broterwerbs sind nicht länger Opfer der Rekrutierung durch illegale Drogenhändler oder andere Bürgerkriegsmilizen, sondern können sich der Illegalität entziehen. Das Ausmaß des Drogenhandels in Kolumbien wird gedrosselt und eine friedensstiftende Exportwirtschaft langfristig gestärkt. Es wird weniger Menschen geben, die sich am Rande der Kriminalität bewegen bzw. kriminell werden, um sich durch den Drogenhandel und Beschaffungskriminalität ein Zubrot zu „verdienen“.
Mit BAMBUSWALDhoch10 starten wir eine langfristige friedensbildende Maßnahme, die die Kriminalität und die herrschenden Gewaltstrukturen in Kolumbien eindämmen und das Ansehen Kolumbiens als internationaler Partner anheben wird.